Musikspiele und Epilepsiewarnungen

Ich habe mir in letzter Zeit so viele CDs gekauft, das müsste für das nächste Quartal mal wieder reichen. Ja, ich kaufe immer noch CDs, keine MP3s, habe auch nicht vor umzusteigen, und das, obwohl die CD ganz fix im PC Laufwerk landet, konvertiert wird und dann im Regal verschiedet. Meist für sehr sehr lange Zeit. Macht keinen Sinn? Kann sein, ich zahle dafür trotzdem gerne was mehr. Vielleicht liegt es an der größeren Flexibilität, die man mit grob 1400 kbps auch für die Zukunft der Musikformate hat, vielleicht bin ich auch einfach geil auf Booklets und das Gefühl was in der Hand zu halten. Mir ist sogar aufgefallen, dass ich die paar digitalen Musikkäufe, die ich mal getätigt habe, hinterher kaum gehört habe. Egal, ich drifte ab…

Worauf ich hinaus wollte ist, dass mich das neue Nightwish Album mal wieder dazu brachte eine Runde Beat Hazard zu zocken. Ein Twostickshooter, dessen Geschwindigkeit und Gegneraufkommen durch eine MP3 bestimmt wird, die man dem Spiel vorgibt. Es werden ein paar Lieder mitgeliefert, wirklich interessant wird es aber natürlich nur mit der eigenen Musikauswahl. Dabei sticht bei diesem Titel die graphische Präsentation raus. Beat Hazard ist das erste Spiel, bei dem ich die obligatorischen Epilepsiewarnungen verstehen kann. Ein dunkler Raum, ein großer Bildschirm, Kopfhörer, und dann das:

Beat Hazard inklusive Ultra-DLC mit 200% visuellen Effekten

Es macht einen Heidenspaß, spätestens nach einer halben Stunde ist mal aber ziemlich irre im Kopf. Also mehr als sonst…

Es dauerte nicht lange, da hat mich ein Lied daran erinnert, dass ich noch bei ein paar Titeln Audiosurf Weltmeister bin. Damit wäre ich dann beim nächsten Titel, den es sich zu erwähnen lohnt. In Audiosurf wird aus der angegebenen MP3 eine Art Rutschbahn erstellt. Bei langsamen Passagen geht es auf der Bahn bergan, bei schnellen Abschnitten rast der Gleiter einen Hang hinab. Jawohl, ein Gleiter, irgendwas zischen Raumschiff und F-Zero Renner. Gesteuert wird er mit der Maus nach links und rechts, dazu kommen noch verschiedene Aktionen auf den Maustasten, und fertig. Mehr ist nicht nötig für einen unglaublichen Zeitkiller. Es existieren verschiedene Spielmodi, mal müssen bunte Blöcke auf der Strecke gesammelt werden und graue gemieden, mal sollen die Blöcke farblich sortiert gesammelt werden. Wichtig ist, dass die Erstellung der Strecken bei identischen Liedern auch identisch verläuft. Somit sind die gewonnenen Punkte aller Spieler weltweit miteinander vergleichbar, inklusive Bestenlisten und eMail-Benachrichtigungen sobald man seinen Weltmeistertitel bei einem Lied verliert.

Audiosurf im Spielmodus “Mono”

Der Schwierigkeitsgrad hängt direkt proportional von den bpm des gewählten Liedes ab. Es kann gemütlich laufen, oder aber auch alle Reflexe fordern. An dieser Stelle möchte ich der hierzulande sehr unbekannten japanischen Sängerin May’n danken, dass sie mir unter dem Pseudonym Sheryl Norm ein Lied geschenkt hat, bei dem ich das Gefühl bekomme, 6000 DPI reichen bei einer Spielermaus nicht mehr um schnell genug reagieren zu können.

Alles wird bunt.

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2 Antworten zu “Musikspiele und Epilepsiewarnungen

  1. Hallo, zu so nächtlicher Stunde bin ich gerade über deinen Blog und die Kategorie „Musik“ gestolpert. Werde hier wohl öfter mal vorbeischauen und vielleicht spielen wir mal via Steam eine Runde Beat Hazard? 😉 LG

    • Freut mich, wenn Du Dich hier wohl fühlst. Ich gestehe zu meiner Schande, dass ich nie eine Multiplayerpartie Beat Hazard gespielt habe, bin aber zu allen Schandtaten bereit. Jetzt muss ich nur noch nachsehen, wie man mich bei Steam finden kann 🙂

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