Living Things – Linkin Park

Ich mag es nicht Musikempfehlungen nach einer eigentlich zu kurzen Reinhörzeit abgeben zu müssen, aber diesmal möchte ich dies mit aller gebotenen Vorsicht tun. Wenn ich schon mal die Gelegenheit habe einen Tag früher als alle anderen eine CD hören zu dürfen, dann soll auch was bei rausspringen. Heute also erscheint Living Things offiziell, das bislang fünfte Linkin Park Studioalbum.

Ich möchte nicht auf die bisherige Bandgeschichte eingehen. Sagen wir einfach, nicht alle Fans der ersten Stunde sind mit den letzten beiden Alben zufrieden. Gerade das letzte, A thousend Suns, wurde eher kontrovers aufgenommen. Für mich ist es eine fantastisches Werk. Ich musste mich etliche Monate reinhören, aber mittlerweile ist es eine klare 10/10. Dementsprechend vorsichtig sollte ich nun sein, denn Monate Zeit hatte ich noch nicht mit Living Things.

Zuerst einmal beginnt das Album wie es sich wohl die alte Fanriege gewünscht hat. Rockig. Nicht ganz so deftig wie zu Hybrid Theory Tagen, aber schon ganz ordentlich. Und dann, ja dann wird es immer elektronischer. Den Musikstil möchte ich mal vorsichtig mit Industrial beschreiben. Phoenix und Brad treten zurück, Joe Hahn kommt in den Vordergrund. Wer dachte die erste Auskopplung, Burn it down, hätte schon recht zahlreiche elektronische Akzente, der wird sich später im Album wundern. In einem Song wird es für mich sogar schwierig eine Melodie, abseits von Mikes rapping sogar einen Takt zu finden.

Wieder einmal ist das Album also anders als alles zuvor, jedoch nicht mehr so radikal wie zuletzt. Etliche klassische LP Elemente sind wieder zu finden: Die kurze Gesamtspieldauer von 37 Minuten und der vorletzte Track ist wieder instrumental. Scherz bei Seite, es sind viele klassische Elemente wieder vorhanden, jedoch durchweg neu gemixt. Grob die Hälfte der Tracks sind rockige Linkin Park Songs, die die Handschrift der Band klar erkennen lassen und nicht mehr unbedingt so radiokompatibel sind wie die letzten Auskopplungen ihrer CDs.

Mir fällt eine endgültige Beurteilung des Albums noch sehr schwer, seit dem dritten durchhören macht es Spaß und der Fuß wippt rhythmisch mit, ab und an reißt sich auch mal eine Faust in die Luft. Obwohl die Band wieder anders klingt als zuvor könnten diesmal mehr alte Fans zufrieden sein. Kaufen oder nicht? Wer die Reise der Band bisher durchgehend mochte, der wird auch hier zufrieden sein. Ohne Zweifel, einfach kaufen. Wer seinen Geschmack nach Meteora nicht mehr getroffen sah, der könnte jetzt wieder glücklich werden, muss jedoch unbedingt reinhören.

Alles wird ersteindrücklich

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