From Penis with love

Nach Urlaubs- (und sonstigem) bedingter Abwesenheit brauchte ich natürlich ein gescheites Thema um hier mal wieder in Erscheinung zu treten. Und heute habe ich da etwas gefunden, was ich Euch nicht vorenthalten kann, was ich vor allem interessant genug finde, um es weiter zu verbreiten. Es geht um Penisse.

Es wurde im ZEITMagazin (siehe unten) die Frage aufgeworfen, warum es so viel nackte Frau in unserem Alltag gibt, aber so wenig nackten Mann. Alle Menschen, die momentan neben einer Baustelle leben oder arbeiten werden das sicher verneinen, aber eigentlich liegt die Autorin des Artikels richtig. Es werden und von der werbetreibenden Industrie mehr nackte Frauentorsi als Männerrümpfe untergeschoben. In gewisser Weise verstehe ich das beim Thema Penis auch. Dieser nacktmullähnliche knochenlose Designalbtraum stinkt halt gefährlich ab gegen eine gut eingepasste stromlinienförmige Abdeckhaube.

Trotzdem gehören die Dinger halt zu unser aller Leben, alleine schon weil sie bei der Entstehungsgeschichte eines jeden von uns eine nicht unwesentliche Rolle spielten. Und als so integraler Bestandteil unseres Daseins bekommt der handelsübliche Penis zu wenig Aufmerksamkeit. Das dachte sich auch die Berliner Gruppe “MILFs gegen Merkel” auf ihrer Facebookseite und veröffentlichten folgenden Post:

Ich will Eure Penisse!

Die meisten von Euch werden mitbekommen haben, dass das ZEIT-Magazin neulich auftrumpfte mit einem Artikel „Das ist übrigens ein Penis“ http://www.zeit.de/2012/31/Maennliche-Nacktheit/seite-1

In diesem amüsanten wie aufschlussreichen Artikel stellt sich Autorin Elisabet Raether die Frage wieso wir eigentlich überall Muschis, Brüste und allerlei nackte Frauenhaut sehen, während sich der männliche Penis im Hintergrund versteckt. Er taucht tatsächlich nahezu nur in homoerotischer Kunst auf, in seiner heterosexuellen Form bekommen wir ihn nur noch in überdimensionierten Pornozusammenhängen unter die Augen. Das ist tatsächlich schade und sollte geändert werden. Die Autorin wagt die These, dass es vielleicht an der Zeit ist, dass die Frauen den Penis kennenlernen müssen, wie die Männer in den Siebzigern die Muschis erforschen mussten.

Ich denke, da steckt sehr viel Wahrheit hinter und das hat mich auf eine Idee gebracht.

Ich möchte gerne einen Ausstellung machen mit dem Titel 44°.

Hintergrund ist, dass in deutschen Medien die Abbildung eines Penis nur zugelassen ist, wenn er den Neigungswinkel von 45° nicht übersteigt. Darum wollen wir uns nun ganz korrekt an diese Weisung halten, aber wir wollen dennoch erigierte Penisse sehen. Der Trick ist, dass man den erigierten Penis für das Foto einfach hinunterdrücken muss. So what?!

Weil ich selbst keinen Penis habe, kommt nun Ihr ins Spiel! Eure Freundin kann Euren Penis runterdrücken oder fotografieren oder beides, ihr selbst könnt es tun. Dabei könnt ihr vollkommen frei entscheiden, ob man nur das Entscheidende oder auch ein Stück Eures Gesichtes oder sonstigem erkennen kann. Die Inszenierung und wie das Foto entsteht, ist vollkommen frei gestellt. Wichtig ist nur: Du bist ein Mann, du hast einen Penis (und am besten ist das kein Pornoprügel, sondern ein ganz normaler echter Penis), dieser ist gerade erigiert und du drückst ihn so hinunter, dass er auf keinen Fall über einen Neigungswinkel von 45° hinauskommt. Die Ergebnisse könnt Ihr selbstverständlich anonym hochladen, aber bitte in hoher Qualität. Diese Fotos sollen dann in einer Ausstellung in einem Berliner Museum oder Galerie ausgestellt werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man für diese Idee auch sehr große Häuser gewinnen kann. Zeigen wir Penis!

Er darf uns sogar gefallen und in Verzückung versetzen.

Regen wir das Gespräch an und erfahren vielleicht endlich mehr über diesen Eremiten.

Fasst Euch ein Herz, greift Euren Pimmel und die Kamera und: BITTE!

Die fertigen Ergebnisse können selbstverständlich anonym hochgeladen werden unter:

http://www.abload.de/

Einfach einloggen mit dem Benutzernamen: 44grad

Passwort: mypenisisawonderland

Und ein Bild hochladen. Niemand muss erfahren, dass Ihr dabei seid. Eure Entscheidung, aber über eine rege Teilnahme würden wir uns doch alle sehr freuen. Darum sendet die mail auch gerne weiter an alle, die einen Penis haben oder kennen!

Mit den besten Wünschen für alle Eure Organe,

Meike

Sollte ich Euch demnächst bitten mir eine Kamera zu leihen, dann nickt bitte einfach nur wissend. Bis dahin brauche ich aber noch eine nette Dekoidee. Und genug Legosteine um sie Realität werden zu lassen.

Alles wird fotogen

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2 Antworten zu “From Penis with love

  1. Öhm, ja. Interessantes Projekt, zweifellos. Aber ich sähe mich nicht in einer Ausstellung beim Betrachten von Penissen, genausowenig allerdings in einer Exhibition mit gesichtslosen Vaginas. Meiner Meinung nach hat der Begriff „Scham“ als Synonym für diese Bereiche durchaus seine Berechtigung und sollte nichts sein, was sich inflationär überallhin ergießen sollte, gibt es ja sonst schon nichts mehr zu verstecken.
    Ich glaube nicht, dass ein nackt durchs Bild schlendernder Mann heute noch für große Aufregung sorgt, wobei die Skandinavier hier auch wieder mit gutem Bespiel vorangehen. Und ehrlich gesagt finde ich einen antriebslos baumelnden Skrotalsack mit weniger erotischer Anziehung behaftet, als eine angenehm geformte Männerbrust.
    Aber, hey! Tu Dir nur keinen Zwang an. Und denke an die richtige Ausleuchtung!

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