Poets of the Fall – Temple of Thought Tour Germany 2012

Am letzten Sonntag fand in Mannheim das letzte Konzert der Poets of the Fall – Temple of Thought Tour 2012 durch Deutschland statt.

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Es waren nur sechs Konzerte, und trotzdem waren die schon eine halbe Sensation. Die Poets of the Fall (kurz: PotF) sind eine finnische Rockband ohne großes Label im Hintergrund. Die sechs Bandmitglieder Marko, Olli, Captain, Jaska, Jani und Jari machen alle großen Bereiche ihres Jobs selbst, finanzieren ihre Arbeit selbst vor und kümmern sich selbst um die Tourtermine. Sicher alles mit Hilfe, aber dennoch selbstverantwortlich. Eine Herangehensweise, die für eine Band, deren Alben (in Finnland) ein Abonnement auf die oberste Chartplatzierung haben, eher ungewöhnlich ist. Leider führt diese Selbstfinanzierung auch dazu, dass nicht immer genügend Geld da ist um international vertreten zu sein. So sah man sich als PotF Fan schon in einem Flieger um die Band mal in Moskau live zu sehen, eine Stadt in der sie schon häufiger zu Gast waren. Nun haben die Jungs jedoch mit Remote Music ein deutsches Label gefunden, das ihnen bei der Vermarktung in Deutschland unter die Arme greift. In Zukunft werden die Alben wohl nicht mehr mit mehreren Monaten Verspätung hier im Laden stehen, die Auskopplungen werden auch mal im Radio landen, und vor allem sind Liveauftritte nun möglich.

So fuhren also drei wackere Helden unter meiner Führung (sprich: ich war Fahrer) nach Mannheim in die Alte Seilerei. Doch wir waren nicht wie das gewöhnliche Fußvolk, nein, wir waren V.I.P.s! Zusammen mit grob 30 anderen V.I.P.s durften wir schon drei Stunden vor Konzertbeginn die Halle stürmen, uns am Merchandising Stand austoben (was ich mit großem Einsatz tat), dem Soundcheck beiwohnen, uns auch ein Probelied wünschen, sowie bei einem kleinen Meet and Greet Autogramme erhaschen, und der Band mal von Mann zu Mann sagen, wie toll sie doch sind.

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OK, das ganze war in etwas über einer Stunde abgehandelt und im Anschluss war zwei Stunden Warten angesagt, aber die Zeit konnte genutzt werden um sich mit anderen Fans auszutauschen wie sie auf die PotF aufmerksam wurden, schließlich ist es in Deutschland ja schon außergewöhnlich ihren Namen mal gehört zu haben (Gratulation, Ihr seid jetzt etwas besonderes!). Zudem resultierte der frühe Einlass auch in einer tollen Position knapp vor der Bühne. Ich konnte meinen Platz in Reihe Zwei zwar nicht verteidigen, Reihe Vier war aber auch hervorragend.

Mit leichter Verspätung begann dann kurz nach 20 Uhr das eigentliche Konzert, ohne Vorband, ohne zu viel Zirkus, ohne Schnörkel kamen sechs Musiker auf die Bühne, bereit zu rocken. Und genau das taten sie dann auch. Wie auf den bisher erschienenen fünf Alben wechselten sich auch hier kraftstrotzende Rocktracks und gefühlvolle Balladen ab, immer versehen mit den feingeschliffenen Wörtern, die dem geneigten Zuhörer Interpretationsspielraum lassen, ihm die Deutungshoheit über die vor ihm ausgebreiteten Geschichten geben, und in Union mit Gesang und Musik, sich mehr als ein Gefühl in das Herz einbrennen, als wirklich im Gedächtnis Spuren zu hinterlassen. Eines meiner Lieblingslieder handelt von Leidenschaft. Der Art von Leidenschaft, die jede Aufgabe, jede Tat, jeden Job zu etwas besonderem macht. Es ist nicht die Geschichte, die mich in dem Song fasziniert, es ist das Gefühl, das verständlich transportiert wird, das einfach mitgefühlt werden kann. Um so erstaunter war ich von anderen zu hören, dass sie einfach nur die Musik cool finden. Auch schön, wenn es so verschiedene Herangehensweisen geben kann.

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Kurz nach 22 Uhr war das Konzert vorbei. In den zwei Stunden hörte ich viele bekannte Lieder, teilweise etwas neu interpretiert, und zwei mir unbekannte Titel (darunter auch die Weltpremiere eines Songs auf Suomi). Ich habe einen fantastischen Abend verbracht, der die insgesamt vier Stunden Fahrt absolut wert war. Ich habe einen Sänger erlebt, der sich für Blödsinn nicht zu schade ist, Musiker, die ihre Instrumente hervorragend beherrschen, und insgesamt einen Auftritt, der den Spaß der sechs Jungs auf der Bühne verlustfrei zum Publikum transportierte. Sie wollten die Menge zum ausflippen bringen, und sie schafften es.

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Danke an alle beteiligten Menschen für den rundum gelungenen Tag, bei der nächsten Tour werde ich wieder mit dabei sein.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf Die offizielle Bandpage und den noch recht übersichtlichen offiziellen Youtube Kanal. Ich möchte auch nicht unterschlagen, dass es noch bis zum 30.11. eine Aktion im Digistore gibt, bei dem alle Werke der Band 50% günstiger zu bekommen sind.

Alle Bilder sind von mir geknipst worden mit meinem Lumia 800. Selbstredend können sie von Interessenten, die sich an der durchwachsenen Bildqualität nicht stören, frei genutzt werden.

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Spielerischer Offenbarungseid


  • Alan Wake’s American Nightmare
  • Alpha Protocol
  • AlternativA
  • Amnesia – The dark Descent
  • Anna
  • Anomaly – Warzone Earth
  • The Ball
  • The Binding of Isaac
  • Bionic Commando
  • Baphomets Fluch Director’s Cut
  • Baphomets Fluch 2
  • Baphomets Fluch 3
  • Cave Story
  • Chantelise
  • The Chronicles of Riddick – Assault on dark Athena
  • Dark Messiah of Might and Magic
  • Darksiders
  • Dawn of War II – Chaos Rising
  • Dead Space 2
  • Dear Ester
  • DeathSpank
  • DeathSpank – Thongs of Virtue
  • DeathSpank – The Baconing
  • Eufloria
  • Evochron Mercenary
  • Fatale
  • Fortune Summoners
  • Frozen Synapse
  • Fuel
  • Home
  • Kane & Lynch 2 – Dog Days
  • The last Remnant
  • Lone Survivor
  • Mass Effect 2
  • Metro 2033
  • Monkey Island 2 Special Edition
  • Nimbus
  • Overlord 2
  • The Path
  • Portal 2
  • Prince of Persia
  • Prince of Persia – The forgotten Sands
  • Recettear
  • Red Faction – Armageddon
  • Rochard
  • Sequence
  • Sol Exodus
  • Solar 2
  • Space Pirates and Zombies
  • Splinter Cell – Conviction
  • Trapped Dead
  • Trine 2
  • Vampire: The Masquerade – Bloodlines
  • The Walking Dead

  • Botanicula
  • Resonance
  • The Blackwell Bundle
  • Symphony
  • Gemini Rue
  • Another World
  • The longest Journey
  • Septerra Core
  • Wing Commander II
  • Wing Commander III
  • Wing Commander IV
  • Wing Commander Privateer

Was Ihr hier seht ist die Liste meiner Steam und GoG Spiele, die ich zwar gekauft habe, aber bis heute noch nicht einmal angefangen habe. Dazu käme noch eine nicht ganz so lange (aber immer noch zu lange) Liste an Titeln, die ich angespielt habe, dann aber aus welchen Gründen auch immer zu früh zur Seite legte.

Bei ein paar Titeln habe ich ausreden. Bevor ich Metro 2033 anfange, möchte ich das Buch erst mal ganz zu Ende lesen (fehlt nicht mehr viel). Baphomets Fluch habe ich im Original gespielt (weiß nicht mehr ob komplett, oder auch irgendwann abgebrochen, schon zu lange her), die Lust sich am Director’s Cut zu versuchen war geringer als gedacht.

Zusätzlich hätte ich noch eine Liste mit ungespielten Xbox 360, (3)DS und Wii Titeln (gar nicht so viele, aber auch da einige Perlen dabei), sowie eine Liste mit Titeln, die ich gerade im Moment spiele. Zum Beispiel Ninety-Nine Nights, Final Fantasy 13 (in der Hoffnung meine Charaktere alle maximal auszubauen, Story steht kurz vorm Ende), The Sky Crawlers, Ghost Trick, Crysis 2, L.A. Noire und Velvet Assassin. Eigentlich ist das schon zu viel zum gleichzeitig genießen. Eigentlich ist das alles viel zu viel.

Erste Konsequenz: Ich kaufe nicht mehr so viel. Aber eigentlich ist auch schon wenig wieder zu viel. Die letzte Neuerscheinung, die ich zum Vollpreis kaufte, war Skyrim. Wozu auch? Es ist ja auch so genug da. Zudem steckt in der Liste da oben sicher einiges an Geld, aber nicht so viel wie man meinen mag. Die Liste kam fast komplett über Supersonderangebote zu Stande und kostete somit 50 bis 90 Prozent weniger als regulär.

Zweite Konsequenz: Anstatt sinnlos durch das eher uninteressante Fernsehprogramm zu zappen wird wieder mehr gezockt. Natürlich solange ich nicht den Abend im Job, bei der Freundin oder mit Freunden verbringe, was die Anzahl der betreffenden Abende stark einschränkt.

Dritte Konsequenz: Ich untersuche mein Verhalten bei Rabatten und Angeboten. 75% weniger Geld sinnlos raus zu werfen ist zwar schön, aber immer noch 25% zu viel.

Vierte Konsequenz: Ich verabschiede mich von der Idee alle diese Titel auch zu spielen. Es fühlt sich absolut dämlich an, ist aber vermutlich näher an der Realität an “das hole ich noch auf”.

Fünfte Konsequenz: Ich sollte meine Leben endlich soweit in den Griff bekommen, dass ich mir Erfolgserlebnisse und Bestätigungen nicht mehr durch das Kaufen von Sonderangeboten holen muss. Die Liste da oben ist zwar in vielen Jahren angewachsen, aber sie wächst bis heute.

Sechste Konsequenz: Ich brauche einen mobilen Begleiter auf x86 Basis, somit definitiv kein klassisches Tablet. Ich fange jetzt nicht auch noch an eine ARM Spielebibliothek aufzubauen.

Gastspiel in der Würzmischung24

Ich möchte hier mal wieder jede Menge schreiben. Über meine Versuche einen 10-Finger-Schreibkurs zu absolvieren. Ein Review über ein PC Spiel. Ein Review über ein DS(!) und iOS(!!) Spiel. Ein Erfahrungsbericht über die ersten ein bis zwei Wochen mit Windows 8 als Hauptsystem. Zudem werkel ich schon lange Zeit an einem Artikel, der mir sehr am Herzen liegt, nichts mit Spielen zu tun hat, und irgendwie aus dem Entwurfsstatus nicht raus kommt. Vielleicht bekomme ich auch endlich das Double Feature mit den Anonymous Drama Queens hin. Zwei Artikel auf zwei Blogs, thematisch zusammen gehörend. Viel zu tippen, und im Fall der Spielereviews auch noch viel zu spielen.

Ärgerlich finde ich vor allem, dass ich vorletzte Woche nicht über das Würzmischung24-Experiment gebloggt habe. Vom 27. auf den 28. Oktober fand hier in Würzburg nämlich ein ambitioniertes Podcastprojekt statt. Von morgens 7 Uhr bis morgens 7 Uhr wurde durchgequatscht und durchinterviewt. Durch die Zeitumstellung macht das 25 Stunden Podcast am Stück. Das Ergebnis gibt es nun geschnitten auf der Seite der Würzmischung, oder im Podcatcher Eures Vertrauens. Ich durfte ebenfalls eine Stunde brutto (53 Minuten netto) Gast sein. Nachts von 2 bis 3. Dem zweiten 2 bis 3. Winterzeit halt. Keiner war mehr fit und in der Lage dem Gespräch eine klare Struktur zu geben. Egal, es war eine Mordsgaudi und ich werde die Folge sicher nochmal nachhören. So wie auch alle anderen Folgen dieses denkwürdigen Tages, die in chronologischer Reihenfolge sicher ein tolles Hörbeispiel für den körperlichen Verfall und die Auswirkung von Schlafentzug auf den menschlichen Geist sind. Noch sind nicht alle Folgen online, die ersten fünf Stunden fehlen, da sie wohl einen höheren Nachbearbeitungsaufwand haben als die späteren Teile.

Gequatscht wurde mit mir über mein (hier schon einmal thematisiertes) Arbeiten an einer Tankstelle, das immer noch nicht begrabene Podcast Projekt, Videospiele, und die Faszination von Physikbüchern. Wie gesagt, keine klare Struktur, aber hoffentlich trotzdem amüsant. Hmm, vielleicht sollte ich meiner Aufzählung im ersten Absatz noch einen Artikel über die von mir momentan favorisierten Podcasts hinzufügen.

Alles wird hörbar