Warum arbeitet Ihr?

Nach einem Tag mit 13 Stunden Arbeit, verteilt auf 16 Stunden “aus dem Haus” kommt doch der Gedanke langsam in einem hoch: Warum das Ganze überhaupt?

Die Frage habe ich vor ein paar Jahren etlichen Bekannten und Freunden gestellt. Interessant fand ich, dass das Geld immer erst als dritter oder vierter Punkt genannt wurde. Das liegt sicher zum einen daran, dass niemand gerne gierig wirken möchte. Zudem ist das Sprechen über Geld in Deutschland ja generell eher tabu. Über Geld spricht man nicht, Geld hat man. Quasi das Gegenteil der Männergrippe.

Zumeist haben mir die Befragten etwas vorgeschwärmt von interessanten Bereichen ihres Jobs und tollen Menschen, mit denen sie zu tun haben. Teilweise kam auch ein “Hauptsache von Zuhause weg”. Auf jeden Fall hatte jeder mehr als einen Grund nicht nur faul auf der Couch rum zu liegen.

Geht mir ja auch nicht anders. Interessante Menschen? Hatte ich heute. Geld? Check! Spannende Aufgaben? Jepp (auch wenn ich nicht weiß, wer auf die Idee kam mich zweimal ~35 Seiten auf Englisch schreiben zu lassen. Die letzten Jahre beschränkten sich meine Englischerfahrungen auf Hören und Misshandeln Smiley mit geöffnetem Mund OK, so schlimm dann doch nicht, es ist trotzdem ne spannende Angelegenheit). Dennoch fühlen sich meine Jobs nur nach Jobs an, nicht nach Beruf(ung)en. Ich scheine also noch nicht am Ziel angekommen zu sein. Nachdem ich aber gehört habe, wie verschieden die Motivationen von Menschen sein können, bin ich zuversichtlich auch den richtigen Weg für mich zu finden. Jetzt im Moment führt mich der richtige Weg ins Bett, unkonzentriert und müde tippt es sich so schlecht.

Alles wird übernächtigt

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