Juli recap

Nun ist er also vorbei, der Juli. Ein Monat, wie ich ihn bisher wohl noch nicht erlebt habe. Innerhalb kürzester Zeit habe ich mein Praktikum im Computec Verlag beendet, Absagen auf Bewerbungen erhalten, einen Job angeboten bekommen, zugesagt, Arbeitsvertrag unterschrieben, Tankstellennebenjob gekündigt, neue Wohnung gefunden, alte Wohnung gekündigt, neuen Job begonnen, letzte Tankstellenschicht hinter mich gebracht und Umzug geplant. Der erste August präsentierte sich dann auch schon interessant, eine erste Besichtigung für meine jetzige Wohnung wurde angesetzt. Mal sehen was das noch so gibt.

Ich verbringe nun meine Tage an einem anderen Fleck, und bald werde ich auch meine Abende wo anders verbringen. Ich habe nun Planungssicherheit was mein monatliches Budget an geht, ich habe freie Wochenenden (halt so frei, wie sie vor einem Umzug sein können), und eigentlich macht sich in mir das Gefühl breit, dass sich innerhalb eines Monats mein komplettes Leben umgekrempelt hat. Stimmt natürlich nicht so ganz, schließlich wuseln da immer noch dieselben Menschen drin rum, die sind auch so ziemlich die einzige Konstante geblieben.

Ich will mich gar nicht beschweren, hätte sich nichts geändert, wäre das mittelfristig ziemlich schlimm geworden. Und dass alles in einem Rutsch passiert begünstigt meine Trägheit. Wenn man schon einmal in Bewegung ist, dann kann man auch gleich die ganze Strecke gehen. Nur die Geschwindigkeit hat mich beunruhigt.

Alles lief so glatt, das kann nicht normal sein. Mein Vater erwähnte vor kurzem, dass er Angst hat aufzuwachen und alles wäre vorbei. Pustekuchen. Ich verstehe die Sorge, denn wenn einmal alles so glatt läuft, denke ich unweigerlich daran, dass auch eine Zeit kommen wird, in der alles schief läuft. Das heißt, irgendwo in meiner Nachbarschaft gibt es bestimmt einen Menschen, der gerade jetzt eine harte Zeit durchmachen muss. Aufgrund meiner beschränkten sozialen Fähigkeiten werde ich das aber wohl nie erkennen.

Was bleibt mir also nun außer ungläubig auf Arbeitsvertrag und Grundriss der neuen Wohnung zu blicken? Ich kann wohl nur die Augen offen halten, um zu sehen, wohin mich diese Achterbahn führt. Ruhigere Streckenabschnitte werden wieder kommen, ab Oktober, oder so. Zwischenzeitlich werde ich zu dem fliegenden Spaghettimonster beten, dass ich es dieses Mal nicht versaue. Und ja, ich weiß, dass ich das nur selber in der Hand habe. Meine Güte, mein Psychotherapeut  wird Augen machen, der kennt die ganze Geschichte noch nicht Smiley

 

Alles wird rasant

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