Gastspiel in der Würzmischung24

Ich möchte hier mal wieder jede Menge schreiben. Über meine Versuche einen 10-Finger-Schreibkurs zu absolvieren. Ein Review über ein PC Spiel. Ein Review über ein DS(!) und iOS(!!) Spiel. Ein Erfahrungsbericht über die ersten ein bis zwei Wochen mit Windows 8 als Hauptsystem. Zudem werkel ich schon lange Zeit an einem Artikel, der mir sehr am Herzen liegt, nichts mit Spielen zu tun hat, und irgendwie aus dem Entwurfsstatus nicht raus kommt. Vielleicht bekomme ich auch endlich das Double Feature mit den Anonymous Drama Queens hin. Zwei Artikel auf zwei Blogs, thematisch zusammen gehörend. Viel zu tippen, und im Fall der Spielereviews auch noch viel zu spielen.

Ärgerlich finde ich vor allem, dass ich vorletzte Woche nicht über das Würzmischung24-Experiment gebloggt habe. Vom 27. auf den 28. Oktober fand hier in Würzburg nämlich ein ambitioniertes Podcastprojekt statt. Von morgens 7 Uhr bis morgens 7 Uhr wurde durchgequatscht und durchinterviewt. Durch die Zeitumstellung macht das 25 Stunden Podcast am Stück. Das Ergebnis gibt es nun geschnitten auf der Seite der Würzmischung, oder im Podcatcher Eures Vertrauens. Ich durfte ebenfalls eine Stunde brutto (53 Minuten netto) Gast sein. Nachts von 2 bis 3. Dem zweiten 2 bis 3. Winterzeit halt. Keiner war mehr fit und in der Lage dem Gespräch eine klare Struktur zu geben. Egal, es war eine Mordsgaudi und ich werde die Folge sicher nochmal nachhören. So wie auch alle anderen Folgen dieses denkwürdigen Tages, die in chronologischer Reihenfolge sicher ein tolles Hörbeispiel für den körperlichen Verfall und die Auswirkung von Schlafentzug auf den menschlichen Geist sind. Noch sind nicht alle Folgen online, die ersten fünf Stunden fehlen, da sie wohl einen höheren Nachbearbeitungsaufwand haben als die späteren Teile.

Gequatscht wurde mit mir über mein (hier schon einmal thematisiertes) Arbeiten an einer Tankstelle, das immer noch nicht begrabene Podcast Projekt, Videospiele, und die Faszination von Physikbüchern. Wie gesagt, keine klare Struktur, aber hoffentlich trotzdem amüsant. Hmm, vielleicht sollte ich meiner Aufzählung im ersten Absatz noch einen Artikel über die von mir momentan favorisierten Podcasts hinzufügen.

Alles wird hörbar

Gesprächskultur

Das Internet ist toll.

Und wenn ich einen Beitrag so beginne, dann kann das „aber“ nicht weit sein. Ich bin vor ca. 13 Jahren auf das Internet als Medium gestoßen. Auf einmal hieß es nach den Nachrichten immer, dass man weitere Infos im Internet unter folgender Adresse bekommt. Schön vorgelesen mit hatetepe Doppelpunkt Doppelslash. Und dann war ich auch drin. Eigentlich nicht nur drin, sondern vor allem dabei. Ich konnte meine Meinung in die Welt hinaustragen, ohne mich dafür irgendwo bewerben zu müssen, oder dass jemand meinen Leserbrief überprüfen und bearbeiten muss/kann. Super Sache, eigentlich. Dummerweise überforderte mich die damit verknüpfte Verantwortung auch. Mir war es nicht bewusst, aber ich wurde ein Troll.

Außer mir hatte keiner eine Ahnung, und sowieso war jeder blöd. In dem noch jungen Medium war das egal, jeder war auf dem gleichen Stand und wir lernten zusammen. Heute jedoch kommen abertausende Jugendliche in die gleiche Situation. Und ich befürchte, dass sie kaum noch die Chance haben zu lernen.

Unerfahren in einem neuen Feld zu sein ist nicht leicht. Selbst mit besten Absichten trifft man so einige Fettnäpfchen. Ein freundliches Umfeld und eine gewisse eigene Souveränität können viel entschärfen, im Netz mangelt es aber häufig an beidem. Die allein schriftliche Kommunikation frisst zudem einiges an Nebeninformation. Im direkten Gespräch lässt sich an einer unklaren Stelle sofort nachhaken, im schriftlichen Austausch liefere ich sofort meine komplette Sicht der Dinge, ein Missverständnis zu Beginn führt zu Folgefehlern, Frust, Blockade. Von den Informationen der Körpersprache will ich gar nicht erst anfangen.

SuddenGrey ist Piratin in NRW. Ich bin kein Pirat, ich kenne mich bei ihnen auch nur rudimentär aus. Aber auch ich habe mitbekommen, dass die Gesprächskultur dort nicht immer perfekt ist. Sie hat deshalb diesen Blogbeitrag mit einem Vorschlag zur konstruktiven Kritik verfasst. Ich finde er besitzt eine allgemeine Gültigkeit. Aber das Problem geht meiner Meinung nach noch weiter.

Wenn mich jemand verbal anfährt, dann werde ich automatisch in Verteidigungshaltung gehen und die Ohren/Augen schließen. Das ist nicht nützlich, ist nicht zielbringend, aber eine natürliche Reaktion. Zu dieser Verteidigungshaltung gehört es auch, den Angreifer im eigenen Bild klein zu machen. Er hat keine Ahnung, keine Informationen, ist dumm. Das bringt einen aber auch nicht weiter. Neben der gescheiten Umgangsform ist es auch wichtig das Gegenüber ernst zu nehmen.

Das klingt nach Basics, ist aber erheblich schwieriger als vermutet. Wie oft liest man eine Nachricht aus der Politik und zweifelt an der geistigen Kompetenz der handelnden Personen. Da fängt es aber leider schon an. Es ist extrem selten, dass ein Mensch wirklich unfähig ist seine Aufgabe zu bewältigen (und ja, ich kenne das Peter-Prinzip). Kommt vor, aber nicht oft. Viel wahrscheinlicher ist, dass er a) andere Prioritäten hat, b) über andere Informationen verfügt oder c) seinen Arsch retten/absichern will. Die Punkte a) und b) sind sicher die angenehmeren Gründe, Punkt c) erklärt aber leider viele sonst höchst fragwürdige Entscheidungen. Aber egal aus welchem Grund jemand handelt, wie er es tut, mangelnde Intelligenz und Unfähigkeit sind es selten. Diese „Intelligenzvermutung“ hilft dabei zu einer gescheiten Gesprächs- und auch Streitkultur zu kommen. Darum eine ganz einfache Checkliste wenn man eine unfreundlich formulierte Antwort bekommt:

1. Der Mensch ist nicht dumm.

2. Der Mensch will mir nichts Böses.

3. Der Mensch hat sicher irgendwo Argumente in der Nachricht versteckt.

4. Der Mensch hat eine freundliche und ernsthafte Antwort verdient.

Natürlich muss man dieses Spiel nicht ewig treiben, es gibt wirklich sogenannte Trolle, aber das Trollschild wird zu oft herausgeholt um Diskussionen zu beenden und als Sieger da zu stehen. Leider ein schaler Sieg. Dieses Phänomen gab es zu meiner Sturm und Drang Zeit im Netz nicht, und das half mir. Die „Neuen“ sollten auch diese Chance bekommen. So schwer es manchmal auch fällt.

Mal ganz was anderes, wann seid Ihr das letzte Mal hinter einem Fahrschulauto hergefahren?

Alles wird freundlicher

Hörlektionen

Meine Freundin trat mit einer Idee an mich heran. Sie meinte, sie wolle nicht mehr alleine unter meinen Versuchen leiden, ihr meine schillernde Videospielwelt näher zu bringen. Sie möchte viel lieber die ganze Menschheit damit vergiften, weil sie denkt, dass das eine tolle Podcastidee wäre. Tja, ist es das?

Brauchen wir noch einen weiteren Gamingpodcast? Nach meinem Gefühl gibt es da für jede Geschmacksrichtung schon drei. Aber wie wäre es mit einem in Lektionen aufgebauten Hörkurs? Ein Opfer wird von meinem nie versiegenden unnützen Wissen zugeschwallt, so 10 oder 20 Folgen lang, jeweils aufeinander aufbauend, aber doch alleinstehend genug. Vielleicht wäre es auch besser nicht nur mich reden zu hören? Zwei Kerle zum Quatschen und zwei Damen zum stummen Nicken (sehr wichtig bei Hörproduktionen aller Art) würden sicherlich reichen. Ich nehme natürlich auch redende Frauen, dummerweise sind die in dem Themenbereich leider noch eher selten zu finden, und in meinem Freundeskreis gibt es da eine noch kleinere Schnittmenge.

Das Ganze könnte dann so etwas wie eine Diskussionsgrundlage für andere geplagte Nerds sein, die sich kastenfremd verliebt haben. Bücher-, Strick- oder Discogängerkaste sind da zumindest von mir ziemlich gefürchtet, aus Gründen. Gibt es da überhaupt Interesse dran? Da so ein Podcast ja nun weder ein großes finanzielles Risiko bedeutet, noch besonders viel Geld und Ruhm einbringt, ist es eigentlich egal, ob den nur zwei Personen, oder die gesamtdeutsche Spielerschaft hören. Es geht erst mal darum, ob jemand Lust hätte so ein Ding mit mir zu produzieren?!

Themenspektren für ein grobes dutzend Folgen (natürlich zuzüglich einer Episode 0) aufstellen, alles oberflächlich genug um die avisierte Hörerschaft nicht zu vergraulen, aber doch wieder genau genug um profundes Wissen zu vermitteln. Halt die gesunde Mitte. Das Ganze ließe sich ohne eine problematische Tagesaktualität gut vorproduzieren und wäre in einem überschaubaren Zeitrahmen abgehandelt (sofern keine zweite Staffel folgen sollte).

Ich werde mal weiter darüber nachdenken, und Ihr da draußen solltet das auch tun. Wer will mitmachen? Und wer will Alex und Ralf nach ihrem Würzmischung 24 Stunden Podcast die Ausrüstung klauen?

Alles wird audiomedial

From Penis with love

Nach Urlaubs- (und sonstigem) bedingter Abwesenheit brauchte ich natürlich ein gescheites Thema um hier mal wieder in Erscheinung zu treten. Und heute habe ich da etwas gefunden, was ich Euch nicht vorenthalten kann, was ich vor allem interessant genug finde, um es weiter zu verbreiten. Es geht um Penisse.

Es wurde im ZEITMagazin (siehe unten) die Frage aufgeworfen, warum es so viel nackte Frau in unserem Alltag gibt, aber so wenig nackten Mann. Alle Menschen, die momentan neben einer Baustelle leben oder arbeiten werden das sicher verneinen, aber eigentlich liegt die Autorin des Artikels richtig. Es werden und von der werbetreibenden Industrie mehr nackte Frauentorsi als Männerrümpfe untergeschoben. In gewisser Weise verstehe ich das beim Thema Penis auch. Dieser nacktmullähnliche knochenlose Designalbtraum stinkt halt gefährlich ab gegen eine gut eingepasste stromlinienförmige Abdeckhaube.

Trotzdem gehören die Dinger halt zu unser aller Leben, alleine schon weil sie bei der Entstehungsgeschichte eines jeden von uns eine nicht unwesentliche Rolle spielten. Und als so integraler Bestandteil unseres Daseins bekommt der handelsübliche Penis zu wenig Aufmerksamkeit. Das dachte sich auch die Berliner Gruppe “MILFs gegen Merkel” auf ihrer Facebookseite und veröffentlichten folgenden Post:

Ich will Eure Penisse!

Die meisten von Euch werden mitbekommen haben, dass das ZEIT-Magazin neulich auftrumpfte mit einem Artikel „Das ist übrigens ein Penis“ http://www.zeit.de/2012/31/Maennliche-Nacktheit/seite-1

In diesem amüsanten wie aufschlussreichen Artikel stellt sich Autorin Elisabet Raether die Frage wieso wir eigentlich überall Muschis, Brüste und allerlei nackte Frauenhaut sehen, während sich der männliche Penis im Hintergrund versteckt. Er taucht tatsächlich nahezu nur in homoerotischer Kunst auf, in seiner heterosexuellen Form bekommen wir ihn nur noch in überdimensionierten Pornozusammenhängen unter die Augen. Das ist tatsächlich schade und sollte geändert werden. Die Autorin wagt die These, dass es vielleicht an der Zeit ist, dass die Frauen den Penis kennenlernen müssen, wie die Männer in den Siebzigern die Muschis erforschen mussten.

Ich denke, da steckt sehr viel Wahrheit hinter und das hat mich auf eine Idee gebracht.

Ich möchte gerne einen Ausstellung machen mit dem Titel 44°.

Hintergrund ist, dass in deutschen Medien die Abbildung eines Penis nur zugelassen ist, wenn er den Neigungswinkel von 45° nicht übersteigt. Darum wollen wir uns nun ganz korrekt an diese Weisung halten, aber wir wollen dennoch erigierte Penisse sehen. Der Trick ist, dass man den erigierten Penis für das Foto einfach hinunterdrücken muss. So what?!

Weil ich selbst keinen Penis habe, kommt nun Ihr ins Spiel! Eure Freundin kann Euren Penis runterdrücken oder fotografieren oder beides, ihr selbst könnt es tun. Dabei könnt ihr vollkommen frei entscheiden, ob man nur das Entscheidende oder auch ein Stück Eures Gesichtes oder sonstigem erkennen kann. Die Inszenierung und wie das Foto entsteht, ist vollkommen frei gestellt. Wichtig ist nur: Du bist ein Mann, du hast einen Penis (und am besten ist das kein Pornoprügel, sondern ein ganz normaler echter Penis), dieser ist gerade erigiert und du drückst ihn so hinunter, dass er auf keinen Fall über einen Neigungswinkel von 45° hinauskommt. Die Ergebnisse könnt Ihr selbstverständlich anonym hochladen, aber bitte in hoher Qualität. Diese Fotos sollen dann in einer Ausstellung in einem Berliner Museum oder Galerie ausgestellt werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man für diese Idee auch sehr große Häuser gewinnen kann. Zeigen wir Penis!

Er darf uns sogar gefallen und in Verzückung versetzen.

Regen wir das Gespräch an und erfahren vielleicht endlich mehr über diesen Eremiten.

Fasst Euch ein Herz, greift Euren Pimmel und die Kamera und: BITTE!

Die fertigen Ergebnisse können selbstverständlich anonym hochgeladen werden unter:

http://www.abload.de/

Einfach einloggen mit dem Benutzernamen: 44grad

Passwort: mypenisisawonderland

Und ein Bild hochladen. Niemand muss erfahren, dass Ihr dabei seid. Eure Entscheidung, aber über eine rege Teilnahme würden wir uns doch alle sehr freuen. Darum sendet die mail auch gerne weiter an alle, die einen Penis haben oder kennen!

Mit den besten Wünschen für alle Eure Organe,

Meike

Sollte ich Euch demnächst bitten mir eine Kamera zu leihen, dann nickt bitte einfach nur wissend. Bis dahin brauche ich aber noch eine nette Dekoidee. Und genug Legosteine um sie Realität werden zu lassen.

Alles wird fotogen

Und nun zur Werbung: Opera 12

Der Browserkrieg tobt immer noch, und Googles Einstieg vor einigen Jahren hat ordentlich frischen Wind reingebracht. Chrome überholt mit seinem Marktanteil alle alteingesessenen, Microsoft schafft es nicht seinen Abwärtstrend zu stoppen und Mozilla scheint alles daran zu setzen seine persönliche Note zu verlieren.

Nun gehört es zu den Grundproblemen eines Krieges, dass man irgendwann Partei ergreifen muss. Das perfekte Produkt gibt es eh nicht, und so wird die Wahl von persönlichen Vorlieben und ganz subjektiven Geschmäckern bestimmt. Hier nun mein Bekenntnis zu meinem Favoriten: Opera

Unter der Überschrift Instant Makeover veröffentlichte die norwegische Browserschmiede Opera gerade Version 12 ihres gleichnamigen Webbrowsers. Auch wenn sich der Überblick über die Neuigkeiten von Opera 12 nicht wirklich spektakulär ließt, so hat sich doch am look and feel einiges getan. Schneller, flüssiger, runder, schicker ist er geworden, bessere Unterstützung von HTML5, CSS3 und Do-Not-Track hat es gegeben, eine nette Themes Auswahl gibt es nun als augenscheinlichste Veränderung, und endlich auch eine Hardwarebeschleunigung.

Letztere muss zwar noch nach der Installation manuell aktiviert werden, macht davon abgesehen aber einen guten Eindruck. Die Hardwarebeschleunigung ist auch deswegen ein besonderes Thema, weil Opera der letzte der fünf großen Browserhersteller ist, der diese Funktion in sein Produkt implementierte. Erwähnenswert ist dies, da gerade Opera viele Innovationen, die heute das Surfen komfortabel machen, erfand (5 features Opera Browser did first Artikel bei Slashgeek).

Leider hat Opera trotz aller Bemühungen einen desolaten Marktanteil von knapp über zwei Prozent, was dazu führt, dass etliche große Internetfirmen nicht für Opera optimieren, oder ganz extrem, den Browser sogar aktiv behindern, wie es Google vor nicht langer Zeit tat. Die Bemühungen offene Webstandards so gut wie möglich zu unterstützen, gehören für mich aber gewürdigt und gefördert. Die größte Gefahr für dieses Vorhaben stammt aus einem Gerücht: Angeblich soll Facebook an einer Übernahme Operas interessiert sein. Ich hoffe das Beste.

Opera 12–Make it yours

Ich begann meine Browserkarriere mit dem Internet Explorer 3 und zeitweiligen kurzen Tests des Netscape Navigators. Damals war mir relativ egal, was mir da gerade die große weite Welt anzeigte. Dies änderte sich erst, als ich vom Internet Explorer 5 zur Mozilla Suite wechselte. Ein schneller, funktionaler Browser mit einer integrierten Mailanwendung. Bei der Mozilla Suite blieb ich bis ich zum Firebird wechselte, der meine damalige “ein Problem, ein Programm” Philosophie besser unterstützte. Mit kurzen Tests des Mozilla Nachfolgers Seamonkey blieb ich dem mittlerweile in Firefox umbenannten Browser bis zu seiner Version 3.x treu, als er mir zu ungelenk und langsam wurde. Opera wurde daraufhin getestet und für gut befunden. Heute habe ich Opera 12 als Standardbrowser, den Internet Explorer 9 als Zweitbrowser und Firefox 13 als nette Erinnerung auf der Festplatte. Dazu kommt noch eine portable Version von Googles Chrome auf dem USB Stick, was auch immer das mittlerweile für eine Version ist. Ich tippe mal auf 19.

Edit: In der ersten Version dieses Artikels hatte ich die Firma Opera Software versehentlich nach Finnland verortet, obwohl sie Mitte der 90er Jahre in Norwegen gegründet wurde und bis heute den Firmensitz in Oslo hat. Entschuldigung, wurde geändert.

Cloudspeicherungsplatzwahl

Die SkyDrive Anwendung für Windows ist da.

Seit vielen Jahren bietet Microsoft seinen Onlinespeicher SkyDrive an. Kostenlose 25(!) Gigabyte cloudtypisch irgendwo in der Welt auf irgendwelchen Servern. Die Benutzung dieses Speicherplatzes hat Microsoft direkt mal so unbequem wie möglich gemacht, quasi, um die Nutzungserfahrung zu intensivieren, oder so. Dateien hatten eine knapp bemessene Größenbeschränkung, ließen sich nur über Auswahldialoge überhaupt hochladen und überhaupt war alles reichlich umständlich.

Dann kam Dropbox. Nur 2 Gigabyte Speicherplatz kostenlos (Upgrades gegen Geld natürlich zu haben), dafür so simpel zu nutzen wie ein Ordner auf der eigenen Festplatte. Schließlich war es fast nichts anderes. Ein Ordner, und der gesamte Inhalt wurde hochgeladen bzw. synchronisiert. An zwei Rechnern mit dem selben Konto angemeldet, und schon hatte man immer aktuelle Daten. Super Sache. Dropbox wurde groß, so groß, dass es fast von Apple gekauft worden wäre, hätte der Preis beiden Parteien gefallen. So musste Apple seine eigene Cloudlösung basteln: iCloud.

Schon hieß es, Dropbox würde untergehen. Stimmt natürlich nicht, Dropbox hat schließlich seine Software nicht nur auf dem Mac sondern für fast alle Betriebssysteme und ist somit flexibler zu nutzen als die iCloud, doch die erste Konkurrenz war da. Nun macht es Microsoft wie immer auf bewährte Art: Sie schlagen mit großer Kriegskasse brachial auf einen aufkeimenden Markt ein. Die Idee mit dem Synchronisationsordner haben sie spontan geklaut, die Dateigrößenbeschränkung wurde aufgeweicht. Für Neukunden gibt es nun zwar nur noch 7 Gigabyte kostenlos, im Vergleich zur Dropbox aber immer noch erheblich mehr, und Bestandskunden können ihre 25 Gigabyte behalten. Die Preise für weiteren Speicherplatz unterbieten die Preisliste der Dropbox auch erheblich.

Ist es nun vorbei mit dem Start-up, mit der kleinen Klitsche, die sich anschickte ihren Firmennamen mit der ganzen Branche der cloudbasierten Onlinespeicher zu verbinden wie es sonst nur Nintendo, Sidolin oder Tempo in ihren Bereichen gemacht haben? Wohl auch noch nicht so ganz. Die SkyDrive Anwendung hat auch noch nicht auf allen Betriebssystemen Einzug gehalten (kennt eigentlich noch irgendjemand Linux?), dass es überhaupt noch eine Dateigrößenbeschränkung (bei 300 MB) gibt ist auch nicht perfekt. Zudem traue ich den Dropbox Machern auch noch ein paar neue Ideen zu. Am Tag der SkyDrive Neueröffnung brachten sie, vermutlich ganz zufällig, eine neue Funktion zum Dateiaustausch mit anderen Personen ans Laufen.

Ich werde erstmal zweigleisig fahren. Zum einen habe ich doch immer noch eine Linux Partition laufen zum Spielen, zum anderen ist mein Handy eben nicht mit einer Dropbox Version gesegnet worden. Wirklich spannend wird die Geschichte dann im Herbst (man munkelt Oktober) zum Start von Windows 8. Die SkyDrive Integration wird so tief im System stecken, dass man kaum noch drum herum kommen wird. Und dann werde ich froh sein noch zu den 25 Gigabyte Altkunden zu zählen.

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