Savegames Save

Ich habe mich mal wieder an das Thema Backups gewagt. Es ist eine ewige Geschichte und ich glaube auch nicht nun der Weisheit letzten Schluss gefunden zu haben. Eine externe 1 TB große USB 3 Festplatte und die Windows 8 Backup Funktion müssen erstmal reichen.

Bei der Informationssammlung über aktuelle Backupmethoden bin ich aber noch über einen anderen interessanten Punkt gestolpert. Wie sieht es denn mit der Sicherheit meiner Savegames aus? Schließlich sind die nicht lebensnotwendig, aber es stecken zumindest jede Menge Stunden „Arbeit“ drin.

Ich kann nun sagen: Meine Savegames sind save! Ab sofort liegen alle meine Spielstände, auch die reichlich alten (ich meine Dich, Aquanox), in der Cloud. Das kleine Progrämmchen GameSave Manager erkennt die auf der Festplatte gelagerten Spielstände, kopiert sie an einen definierbaren Ort (z.B. eine Dropbox), und hinterlässt an der alten Stelle nur noch einen Hardlink (kleine Anleitung hier). Voila, schon sind alle Savegames gebündelt und tagesaktuell in Sicherheit. Positiver Nebeneffekt: Wenn man das Ganze auf mehr als einem PC durchführt, hat man eine wunderbare Synchronisierungsfunktion für Titel, die das nicht selber (oder per Steamcloud etc.) anbieten.

Ihr fragt nach einem Haken? Es gibt eigentlich keinen. Eigentlich. Denn dummerweise sammeln sich in (grob geschätzt) 15 Jahren PC-Spieler Historie ganz schön viele Savegames an, und die werden auch noch immer größer. In meinem Fall sind es mal eben ca. 3 GB. Da reicht die kostenlose Dropbox schon nicht mehr so ohne weiteres. Musste halt der Skydrive (ach ne, das heißt ja nun Onedrive) her halten. Ach ja, und per se verschlüsselt werden die Daten auch nicht. Finde ich in dem Fall eher vernachlässigbar. Sollen doch ruhig alle wissen, was ich für ein grandioser Freespace 2 Pilot bin/war 🙂

 

Alles wird gesichert.

Cloudspeicherungsplatzwahl

Die SkyDrive Anwendung für Windows ist da.

Seit vielen Jahren bietet Microsoft seinen Onlinespeicher SkyDrive an. Kostenlose 25(!) Gigabyte cloudtypisch irgendwo in der Welt auf irgendwelchen Servern. Die Benutzung dieses Speicherplatzes hat Microsoft direkt mal so unbequem wie möglich gemacht, quasi, um die Nutzungserfahrung zu intensivieren, oder so. Dateien hatten eine knapp bemessene Größenbeschränkung, ließen sich nur über Auswahldialoge überhaupt hochladen und überhaupt war alles reichlich umständlich.

Dann kam Dropbox. Nur 2 Gigabyte Speicherplatz kostenlos (Upgrades gegen Geld natürlich zu haben), dafür so simpel zu nutzen wie ein Ordner auf der eigenen Festplatte. Schließlich war es fast nichts anderes. Ein Ordner, und der gesamte Inhalt wurde hochgeladen bzw. synchronisiert. An zwei Rechnern mit dem selben Konto angemeldet, und schon hatte man immer aktuelle Daten. Super Sache. Dropbox wurde groß, so groß, dass es fast von Apple gekauft worden wäre, hätte der Preis beiden Parteien gefallen. So musste Apple seine eigene Cloudlösung basteln: iCloud.

Schon hieß es, Dropbox würde untergehen. Stimmt natürlich nicht, Dropbox hat schließlich seine Software nicht nur auf dem Mac sondern für fast alle Betriebssysteme und ist somit flexibler zu nutzen als die iCloud, doch die erste Konkurrenz war da. Nun macht es Microsoft wie immer auf bewährte Art: Sie schlagen mit großer Kriegskasse brachial auf einen aufkeimenden Markt ein. Die Idee mit dem Synchronisationsordner haben sie spontan geklaut, die Dateigrößenbeschränkung wurde aufgeweicht. Für Neukunden gibt es nun zwar nur noch 7 Gigabyte kostenlos, im Vergleich zur Dropbox aber immer noch erheblich mehr, und Bestandskunden können ihre 25 Gigabyte behalten. Die Preise für weiteren Speicherplatz unterbieten die Preisliste der Dropbox auch erheblich.

Ist es nun vorbei mit dem Start-up, mit der kleinen Klitsche, die sich anschickte ihren Firmennamen mit der ganzen Branche der cloudbasierten Onlinespeicher zu verbinden wie es sonst nur Nintendo, Sidolin oder Tempo in ihren Bereichen gemacht haben? Wohl auch noch nicht so ganz. Die SkyDrive Anwendung hat auch noch nicht auf allen Betriebssystemen Einzug gehalten (kennt eigentlich noch irgendjemand Linux?), dass es überhaupt noch eine Dateigrößenbeschränkung (bei 300 MB) gibt ist auch nicht perfekt. Zudem traue ich den Dropbox Machern auch noch ein paar neue Ideen zu. Am Tag der SkyDrive Neueröffnung brachten sie, vermutlich ganz zufällig, eine neue Funktion zum Dateiaustausch mit anderen Personen ans Laufen.

Ich werde erstmal zweigleisig fahren. Zum einen habe ich doch immer noch eine Linux Partition laufen zum Spielen, zum anderen ist mein Handy eben nicht mit einer Dropbox Version gesegnet worden. Wirklich spannend wird die Geschichte dann im Herbst (man munkelt Oktober) zum Start von Windows 8. Die SkyDrive Integration wird so tief im System stecken, dass man kaum noch drum herum kommen wird. Und dann werde ich froh sein noch zu den 25 Gigabyte Altkunden zu zählen.

Alles wird online gespeichert